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Qualifizierung als Trainer*in für rassismuskritische Mädchen*arbeit

Train – the – Trainer*in

 

Rassismus und Diskriminierung stellt für Mädchen* und weiblich gelesene Jugendliche of Color eine Lebensrealität dar, die insbesondere in jungen Jahren oft destabilisierend wirkt. Die feministische Mädchen*arbeit sowie die (offene) Kinder- und Jugendarbeit im Allgemeinen bieten im Idealfall eine parteiliche und machtreflektierte pädagogische Begleitung, um die jungen Menschen bestmöglich zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, die unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen ernst zu nehmen und in einem gesellschaftlichen Kontext wahrzunehmen, damit Rassismus, (Hetero)Sexismus und anderen Formen der Diskriminierung auch in ihren Überschneidungen angemessen begegnet werden kann.
Der intersektionale Ansatz bietet die Grundlage für die Reflexion einer solchen rassismuskritischen und geschlechterreflektierten Praxis.

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft Mädchen*arbeit in NRW bietet hierfür erstmalig eine Qualifizierung an als:
Trainer*in für rassismuskritische Mädchen*arbeit

Die Teilnehmer*innen der Weiterbildung werden darin ausgebildet, Fortbildungsformate der rassismuskritischen Mädchen*arbeit zu entwickeln, umzusetzen und zu reflektieren.
Die Weiterbildung ist als praxisnahe, berufsbegleitende Veranstaltungsreihe konzipiert und vermittelt Kompetenzen und Handwerkszeug für das eigenständige Durchführen von Trainings zum Themenfeld der rassismuskritischen Mädchen*arbeit. Die (Praxis-) Erfahrungen, das Wissen und die Impulse der Teilnehmenden sind wichtige Bestandteile der Trainer*innenausbildung. Durch einen selbstreflexiven Ansatz sind die Inhalte der Weiterbildung auch auf die pädagogische Arbeit mit Mädchen* und Jugendlichen übertragbar. Die Teilnehmer*innen werden sich mit Machtverhältnissen wie Rassismus, Hetero- und Cis-Sexismus und deren Auswirkungen auf pädagogische Institutionen und die pädagogische Beziehungsarbeit auseinandersetzen. Unser Anliegen ist, rassismus- und sexismuskritische Handlungsmöglichkeiten in der pädagogischen Praxis zu stärken.

Module und Termine

Beginn der 6 Module jeweils Freitag um 10.00 Uhr,

Ende am Samstag um 16.30 Uhr

 

1. Modul
27./28.9.2019
Rassismus und Intersektionalität

Das erste Modul widmet sich der Einführung in die Themen Rassismus, (Hetero-/Cis-) Sexismus und Intersektionalität im Kontext der geschlechterreflektierten Arbeit mit Mädchen*.
Zudem wird ein vertiefendes Verständnis dazu als Arbeitsgrundlage für die Weiterbildung erarbeitet.

 

2. Modul
13./14.12.2019
Empowerment & Privilegienreflexion

Im Mittelpunkt steht die positionierte Auseinandersetzung mit Rassismus,
(Hetero-/Cis-) Sexismus und Intersektionalität in BPOC- und Critical
Whiteness-Räumen.
Weiterhin erhalten die Teilnehmenden Impulse zu traumasensiblem Handeln im Kontext von Diskriminierung(en).

 

3. Modul
28./29.2.2020
Konzeption und Gestaltung von Trainings

Die Teilnehmer*innen setzen sich mit den Themen Auftragsklärung und Konzeption von Seminaren auseinander. Darüber hinaus widmet sich dieses Modul der Reflexion von Methoden und Lernprozessen.
In der Zwischenzeit werden eigene Praxisprojekte konzipiert und durchgeführt.

 

4./5. Modul
5./6.6.2020 und 4./.5.9.2020
Praxis- und Methodenreflexion

In beiden Modulen geht es um die Durch-führung und Reflexion eigener Praxiseinheiten.
Weitere Inhalte werden der Umgang mit Konflikten und Widerständen in Trainings sein sowie die Entwicklung von Kommuni-kationsstrategien.
Modul 5 beeinhaltet zusätzlich Impulse zu rassismuskritischer Organisationsentwicklung im Kontext queerfeministischer Mädchen*arbeit.

 

6. Modul
13./14.11.2020
Reflexion und Abschluss

Das abschließende Modul hat die Reflexion der Weiterbildung und des eigenen Lernprozesses im Fokus. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil wird die Arbeit am eigenen Trainer*innen-Profil sein.

 

Trainer*innen

Verena Meyer ist bundesweit als Trainerin und Beraterin für Empowerment und rassismiskritische intersektionale Bildung tätig.
Als Prozessbegleiterin unterstützt sie Organisationen und Teams bei der (Weiter)Entwicklung von Strukturen und Inhalten für eine offene Institution. Sie coacht und begleitet Fachkräfte mit eigenen Rassismuserfahrungen im Kontext Sozialer Arbeit.
Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der (feministischen) Jugendarbeit und ist Traumapädagogin.

 

Kim Annakathrin Ronacher lebt in Bremen und arbeitet bundesweit als Trainerin mit den Schwerpunkten Rassismuskritik/Critical Whiteness, Diversity und Antidiskriminierung. Sie ist außerdem systemische Supervisorin, Coach und Organisationsentwicklerin. Gemeinsam mit Kolleg*innen begleitet und berät sie Teams und Projekte in rassismuskritischen und diversitätsbewussten Veränderungsprozesssen.

 

Wir sind Trainerinnen mit und ohne Rassismuserfahrungen sowie queer/lesbisch und hetero positioniert. Auch in Bezug auf weitere Zugehörigkeiten – wie bspw. Klassismus – machen wir unterschiedliche Diskriminierungs- und Privilegierungserfahrungen. Dabei sind wir beide cis-positioniert und machen nicht die Erfahrung ableistisch behindert zu werden. Unsere Multiperspektivität ist für uns eine wichtige Grundlage und Ressource unserer Arbeit.


Teilnahme

 

Zielgruppe: Diese Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte der Mädchen*arbeit
und an Fachkräfte, die an Mädchen*arbeit und Erwachsenenbildung interessiert sind.
Sie richtet sich an Fachkräfte, die sich als Frauen*, Trans*, nicht-binär, Inter*, queer definieren. Diese Weiterbildung ist nicht offen für Fachkräfte, die sich als cis-Männer definieren.
Unser Anliegen ist es, in dieser Weiterbildung intersektionale Perspektiven und Erfahrungen einen breiten Raum zu bieten, weswegen wir 2/3 der Plätze an Schwarze Fachkräfte und Fachkräfte of color vergeben möchten und 1/3 an weisse Fachkräfte.

 

Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 16 Personen begrenzt.

 

Vielen Dank für das Interesse! Leider ist die Anmeldefrist ist abgelaufen, weswegen wir keine Anmeldungen mehr entgegennehmen.

 

Zugangsvoraussetzungen: Interesse und Freude an selbstreflexiven Auseinandersetzungen werden ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft zum Selbststudium und zur Arbeit in Peer-Gruppenphasen.
Theoretische und praktische Kenntnisse in der Erwachsenenbildung und gruppendynamische Erfahrungen sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung.


Anmeldeverfahren: Bitte schickt uns neben dem ausgefüllten Anmeldebogen
eine schriftliche Interessensbekundung (Motivationsschreiben), mit einer kurzen Begründung, wie Ihr Euch hinsichtlich der Zielgruppe positioniert, per
E-Mail bis zum 31. Juli 2019.


Kosten: Die Kosten für die Fortbildung betragen 1.200 Euro (Darin enthalten
sind Getränke, Snacks und ein Mittagessen). Die Zahlung kann in Raten erfolgen.
Darüber hinaus bieten wir ermäßigte Soli-Plätze an. Bei Bedarf bitten wir um Mitteilung im Rahmen der Anmeldung.


Zertifizierung:
Ein erfolgreicher Abschluss der Weiterbildung erfordert die Teilnahme an den Modulen (Anwesenheit mind. 80%), die Planung und Durchführung eines rassismuskritischen und geschlechterreflexiven Praxisprojektes oder einer Methode in der Weiterbildung sowie die Erstellung einer schriftlichen Abschlussreflexion (Abschlussbericht).
Nach dem erfolgreichen Abschluss erhalten die Teilnehmer*innen einen Qualifizierungsnachweis (Zertifikat) der LAG Mädchen*arbeit in NRW.

 

Ort:
Alte Feuerwache Köln
Melchiorstraße 3
50670 Köln

 

Kontakt und Infos:
Sanata Nacro und Marthe Heidbreder
lag@maedchenarbeit-nrw.de

 

Weitere Infos zum Anmeldeverfahren unter:

> Programmbroschüre pdf

 

 

 

Information:

Landesarbeitsgemeinschaft Mädchen*arbeit in NRW e.V.

Robertstr. 5a, 42107 Wuppertal

fon 0202.759 50 46

lag@maedchenarbeit-nrw.de

www.maedchenarbeit-nrw.de

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